Nekromantie – Das Totenorakel

Bild: © James Thew - Fotolia.com - Die Kunst der Nekromantie  - Grundlage für unzählige Hollywood-Streifen

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Unter dem Fachbegriff Nekromantie versteht man verschiedene Rituale und esoterische Praktiken, um den Kontakt mit einem Verstorbenen zu ermöglichen oder gar einen Toten zurück ins Leben zu hören. Ein anderes Wort dafür ist “Totenbeschwörung“. Nicht nur im Spiritismus wird versucht, Kontakt mit Toten herzustellen oder sie über die Zukunft auszufragen, entsprechende Traditionen finden sich in vielen Religionen und bei alten Stämmen. Das populärste Beispiel ist wohl die Voodoo-Totenkunst. Wer hierzulande bei einer esoterischen Session ein Totenorakel abhält, der hat meist mit den heute gängigeren Methoden wie dem Gläserrücken oder Pendel zu tun.

Magische Künste

Dank Aufzeichnungen von Heinrich von Nettesheim, einem deutschen Universalgelehrten des 15. Jahrhunderts, weiß man noch heute von zwei alten Traditionen. Bei der Scyomantie wurde versucht, ein Abbild des Toten entstehen zu lassen. Dieses sollte dann Auskunft geben, Menschen schwächen oder erkranken lassen und sogar schriftliche Aufzeichnungen hinterlassen können. Im Mittelalter war man davon überzeugt, dass solche Techniken funktionieren. Damals sprach man von den „artes magicae“, also magischen Künsten, die genauso ernst genommen wurden wie andere Naturwissenschaften.

Wiedererweckung á la Traumfabrik

Bei der Nekoymantie sollte der gesamte Körper des Verstorbenen wieder zum Leben erweckt werden. Angeblich soll das zweite Leben aber nicht lange andauern. Noch dazu soll ein Wiedergeborener ein Leben lang an seinen Erschaffer gebunden sein. Von dieser Tradition hat Hollywood übrigens all seine Zombie-Ideen geklaut, denn Wiedergeborene sollten auch über übernatürliche Fähigkeiten und unglaublich viel Kraft verfügen.

Wissenschaft bleibt außen vor

Ob die Scyomantie wirklich funktioniert oder sich beim Gläserrücken tatsächlich der befragte Verstorbene zu Wort meldet, konnte bis heute weder wissenschaftlich bestätigt, noch widerlegt werden. Dass ein toter Körper von einem Hellseher wiederbelebt werden kann, darf dagegen mittlerweile ausgeschlossen werden. Hintergrund waren Scheintote und lebendig Begrabene, die die Menschen des Mittelalters glauben ließen, es handle sich um schwarze Magie.



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