Kartenlegen – Ursprung und Entwicklung

Bild: © Vincent - Fotolia.com - Mit Wagen wie diesen reisten die Zigeuner herum und machten die Kunst des Tarot bekannt

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Möchte man einen Blick in die Zukunft werfen, greift man heute gerne zu den Tarotkarten. Wo und wann aber hatte dieser Brauch seinen Ursprung? Seit wann ist es den Menschen möglich, mit diesem Hilfsmittel mehr über sich und die eigene Lebensperspektive zu erfahren?

Vervielfältigung durch Holztafeldruck

Die im Fachjargon ‘Chartomantik‘ genannte Kunst des Kartenlegens ist ein Teilbereich der Wahrsagerei und wurzelt im 7. Jahrhundert. Der Sage nach ist China der Geburtsort der Karten. Mit dem Aufkommen des Holztafeldrucks kamen dort zunächst einmal die gewöhnlichen Spielkarten in Mode und gewannen an Popularität. Bevor Johannes Gutenberg mit seinen beweglichen Lettern den Buchdruck revolutionierte, war der Holztafeldruck die gängigste Möglichkeit, um bestimmte Exponate, wie beispielsweise Spielkarten, zu vervielfältigen. Es ist eindeutig verbürgt, dass sich die Karten, die zum Zwecke der Weissagung dienen, aus den Spielkarten entwickelt haben. Noch heute kann dies beispielsweise in korrespondierenden Symbolen in Tarot- und Skatdecks nachvollzogen werden.

Vom Jahrmarkt in die Haushalte

In Europa allerdings erhielten die Karten erst im späten Mittelalter Einzug. Sie wurden mittels des fahrenden Volks auf Jahrmärkten an und unter das Volk gebracht. Auf den Märkten erfreute sich dieser Brauch schon zu jener Zeit großer Beliebtheit. Von gesellschaftlicher Relevanz war diese Praxis damals jedoch noch kaum. Dies änderte sich im 18. Jahrhundert jedoch abrupt. Vor allem der französische Adel machte das Kartenlegen salonfähig. Ab diesem Zeitpunkt kann den Karten, obschon beispielsweise vor allem die christliche Kirche intervenierend einzugreifen versuchte, ein Siegeszug attestiert werden. In der Postmoderne konnten die Karten im Zuge der New-Age-Bewegung und des Esoterik-Booms nochmal an Relevanz gewinnen.
Zu dieser Zeit entwickelten sich zahllose Decks und Varianten, die alle auf traditionelle Vorgänger, wie Zigeuner-, Kipper- oder Tarotkarten zurückgriffen. Heute begegnen einem die Karten nahezu überall. TV und Internet machen’s möglich!



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