Kaffeedomantie – Kaffeesatz lesen

 

Bild: © Ghen - Fotolia.com - Kaffee: Nur ein Getränk oder in seinem Satz Träger von Zukunftswissen?

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Die meisten Menschen werfen die Reste der gemahlenen Kaffeebohnen nach dem Überbrühen mit heißem Wasser in den Müll. Andere verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Sie nutzen die Bohnen jedoch nicht etwa für die Produktion von Blumenerde oder Gesichtspeelings. Wahrsager entfremden die Überreste der Kaffeebohnen, die sich besonders bei der Zubereitung von Mokka am Boden des Trinkgefäßes ansammeln, um damit Voraussagen zu treffen. Auch in Deutschland entdecken immer mehr Menschen diese alte Kunst des Orakels, die in vielen Ländern der Erde fester Bestandteil des Alltags ist und ein Mittel, um die Neugier der Menschen in Hinsicht auf zukünftige Geschehnisse zu befriedigen.

Feine Körnung und Schokogeschmack

Entstanden ist die Kaffeedomantie, so die wissenschaftliche Bezeichnung, im 17. Jahrhundert, erstmals erwähnt vom florentinischen Wahrsager Thomas Tamponelli. Besonders in der Türkei erfreut sich die Kaffeedomantie zahlreicher Anhänger. Vor allem unter Frauen in Süd- und Südosteuropa gilt sie als beliebter Zeitvertreib. Um lesen zu können, muss zuerst einmal Mokka zubereitet werden. Diese Art des Kaffees zeichnet sich durch seinen leicht schokoladigen Geschmack sowie die besonders feine Körnung aus, die fast die Konsistenz von Staub hat. Dieses Pulver wird mit heißem Wasser aus einem Ibrik übergossen, kurz ziehen gelassen und danach getrunken.

Verschiedene Lesarten möglich

Für die Kaffeedomantie benötigt man nur die Reste. Verschiedene Vorgehensweisen sind bekannt: Eine verlangt, dass die Person, um deren Zukunft es geht, vor dem Lesen mit dem Finger im Kaffeesatz gerührt haben muss, um eine exakte Angabe treffen zu können. Danach liest man aus den im Trocknungsprozess entstehenden Mustern die Zukunft. Oft wird auch der getrocknete Satz auf einem kleinen Teller ausgebreitet und die entstandenen Muster werden analysiert. Bei der geläufigsten Methode legt man den Unterteller auf die Tasse mit dem noch feuchten Satz, dreht diese um und liest an den Mustern, die sich im Inneren der Tasse gebildet haben. Das Lesen im Satz erfordert ein hohes Maß an spirituellem Einfühlungsvermögen. Geschicklichkeit, Instinkt und Erfahrung.



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