Hepatoskopie – Die Leberschau

Bild: © CLIPAREA.com - Fotolia.com - Die Leber des Menschen sagte früher etwas über seine Zukunft aus

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In der Antike galt die Leberschau als anerkannte Methode zur Omenkunde. Geschlachteten Tieren wurde die Leber entnommen und zur Weissagung genutzt. Die Leber galt in malayischen Kulturen sowie bei den Babyloniern als ein zentrales Organ des Körpers. Neben Herz und Lunge, war die Leber ein Ort, an dem die Götter ihren Willen kundtaten.

Bei der Leberschau (griech. Hepatoskopie) kamen Gelehrte zusammen, legten die Leber auf eine Platte und machten sich ans Werk, die Leber zu deuten. Ziel war es, herauszufinden, was die Götter zu sagen hatten. Die Deutung hatte strenge Vorgaben. Jeder Zentimeter der Leber stand für eine Region des Landes. Die linke Seite der Leber zeigte die fremden Verhältnisse an, während die rechte Seite für die Verhältnisse des Klienten stand.

Neben dem Wort der Götter, versuchte man auch die Geschichtsereignisse zu verstehen.
Opferschauen wurden nicht nur in Babylonien abgehalten, auch die Hurriten, Elamitern und Hethitern veranstalteten Opferschauen zur Weissagung und Omenkunde.

Zeugnisse aus der Zeit des Sargons I. und von Naram-Sins geben Anhaltspunkte, wie eine Leber gedeutet wurde. In den ältesten Überlieferungen heißt es, dass wenn die Oberfläche der Leber glatt und so groß wie die eines Löwen war, dann wurde das Land mit einer starken Hand regiert. Umschloss der Gallenblasengang die Leber, so war abzusehen, dass der Herrscher des Reiches seinen Reichtum wird mehren können. Man nahm an, dass er so reich werden wird, dass er sogar seinen Palast auf fünf Meilen erweitert.

Aus der Zeit von Sargon gibt es Aufzeichnungen, in denen die Leberoberfläche die Gallenblase umschloss. In der darauffolgenden Zeit zog der Herrscher über das Land und eroberte alle vier Weltteile.



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