Das Pendeln: Tradition seit über 8000 Jahren

Bild: panthermedia.net/Adam Reszczynski - Pendeln hat eine lange Tradition

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Die Geschichte des Pendels ist inzwischen schon sehr alt. Kann man die Anfänge auch nicht mehr konkret nachvollziehen, so beweisen einige Höhlenmalereien, dass das Pendel schon eine lange Tradition hat. In der nördlichen Sahara befinden sich einige beeindruckende Höhlenmalereien, welche vom Pendeln erzählen. Auch bei Ausgrabungen in Ägypten fand man Pendel als Grabbeigaben, welche aus der Zeit um 3000 v.Chr. stammen. Selbst in China fand man Hinweise darauf, dass hier das Pendeln üblich war. Es wurden Stücke aus der Zeit um 2000 v. Chr. Gefunden. Auch Wünschelruten gehörten zu den Fundstücken. Schließlich vermutet man, dass beide im Zusammenspiel verwendet wurden.

Früher wurde nach Wasser, Öl und Bodenschätzen gesucht

Früher ging es beim Pendeln oder auch bei der Verwendung von Wünschelruten hauptsächlich darum Wasser und später auch Öl oder andere Bodenschätze, zu orten. Seit geraumer Zeit wird das Pendel aber auch für das sogenannte „geistige Pendeln“ genutzt.
So stammt die erste Erwähnung eines solchen Pendelns aus dem Jahr 371. Wie der spätrömische Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus berichtete, versuchte ein Verschwörer den Namen des nachfolgenden Kaisers per Pendel zu erfragen.
Später fand das Pendel unter anderem Erwähnung im Nibelungenlied oder auch in Goethes Wahlverwandschaften. Kein Wunder, denn zu Goethes Zeit begann sich das geistige Pendeln zum Unterhaltungserlebnis zu  entwickeln. In okkulten Zirkeln wurde es zum allgemeinen Zeitvertreib regelmäßig betrieben.

Die Wissenschaft und das Pendeln

In dieser Zeit begann auch die Wissenschaft sich vermehrt für das Pendeln und seine Funktionsweise zu interessieren. Karl Freiherr von Reichenbach erklärte die Funktionsweise folgendermaßen: Die Pendelbewegung würde durch eine allen innewohnende Kraft hervorgerufen. Abbé Mermet hingegen sah Strahlen als Auslöser für die Bewegung des Pendels.
Mitte des 19. Jahrhunderts kam erstmals durch den Wiener Professor Moritz Benedikt Kantor die Vermutung auf, dass man mit einer Wünschelrute bzw. einem Pendel krankmachenden Orte anzeigen oder auch Krankheiten diagnostizieren könne. 1932 ging es sogar so weit, dass Freiher Gustav von Pohl eine Schrift veröffentlichte, in der er Erdstrahlen als Krankheitserreger ausmachte. Es wurde sogenannte Strahlungsheilgeräte entwickelt und eine Zeit lang sehr gut verkauft.
Auch heute wird die Wünschelrute noch in einigen Bereichen eingesetzt. Das Pendel hingegen wird vornehmlich für das „geistige Pendeln“ verwendet.



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